Dr. Bettina Dilcher

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Sonderzahlungen für hervorragende wissenschaftliche Leistungen

 

Seit dem 12.12.2012 ist das Wissenschaftsfreiheitgesetz in Kraft. Durch dieses Gesetz ist nunmehr der Weg frei für eine flexiblere Personalpolitik im Wissenschafts- u. Forschungsbereich. Hochschulen, ebenso wie wissenschaftliche Institute, können nunmehr außerhalb der tariflichen Rahmenbedingungen des TVöD, u.a. exzellente wissenschaftliche Leistungen fördern und zusätzlich prämieren. Obwohl der im Gesetz beschriebene Geltungsbereich die Ressortforschungseinrichtungen der Bundesministerien nicht explizit einbezieht, sind nunmehr auch diese aufgrund eines entsprechenden Erlasses des BMI dazu in der Lage, Prämien für exzellente Forschungsleistungen zu vergeben.

Für die Bewertung exzellenter wissenschaftlicher Leistungen wurden die folgenden Vorgaben definiert:

  • Herausgehobene wissenschaftliche Qualität im nationalen und internationalen Vergleich (insbesondere wissenschaftliche Originalität und Umsetzungskompetenz)
  • Strategische Bedeutung der wissenschaftlichen Tätigkeit
  • Anforderungsniveau der wissenschaftlichen Tätigkeit
  • Innovationspotenzial der wissenschaftlichen Tätigkeit
  • Besonders gelungene wissenschaftliche Kooperation und Vernetzung mit in- und ausländischen Partnern.

Die Umsetzung und Anwendung dieser Rahmensetzung für die Bewertung exzellenter wissenschaft-licher Leistungen erfordert allerdings eine spezifisch auf die Bedingungen der jeweiligen Forschungseinrichtung angepasste Operationalisierung der Bewertungskriterien und die genaue Festlegung der Regeln für die Prämienvergabe. Eine unspezifisch – also ohne die Definition konkreter Leistungserwartungen vorgenommene Vergabe der Prämien durch ein Präsidium oder eine Geschäftsführung, wirkt erfahrungsgemäß wenig motivierend.

Bei der Entwicklung und Einführung eines solchen Systems sollten die folgende Bedingungen und Voraussetzungen deshalb unbedingt beachtet werden:

  • Transparenz und klare Vorgaben für das Bewertungsverfahren: Ob ein Leistungs-bewertungssystem als fair und gerecht empfunden wird, hängt entscheidend davon ab, ob es von den Akteuren verstanden und akzeptiert wird. Es sollten deshalb zunächst einmal praxis¬relevante Indikatoren zur Bewertung hervorragender Leistungen – in Abstimmung mit den für die Bewertung der Leistungen verantwortlichen Führungs-kräften - erarbeitet werden.
  • Das Verfahren der Prämienvergabe sollte so einfach wie nur eben möglich sein und nach für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen geltenden Verteilungskriterien funktionieren: Lange Diskussionen über differenzierte Verteilungsszenarien (z.B. Ausschüttung nach Entgeltgruppen, Kumulierte Berechnung bei Gesamtausschüttung des Prämientopfes, Ausschüttung nach Anteil an Drittmittelvolumen etc.) sollten tunlichst vermieden werden. Erfahrungsgemäß liegt hier nämlich der größte Stolperstein eines solchen Systems. Sobald eine Diskussion über die Verteilungsmodalitäten zugelassen wird, entwickelt eine Organisation in der Regel eine erstaunliche Phantasie darüber, welche Eventualitäten rechnerisch umgesetzt werden könnten. Oft haben diese Debatten jedoch nur ein Ergebnis: Sie tragen zur Überkomplexität der Berechnung bei, ohne dass das Gerechtigkeitsempfinden ansteigt.
  • Vorbereitung der Akteure: Der Erfolg eines Bewertungs- bzw. Prämienmodells hängt im hohen Maße davon ab, ob es von den verantwortlichen Führungskräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstanden und akzeptiert wird. Es sollte deshalb unbedingt auf eine gut geplante und strukturierte Vorbereitung aller Beteiligten geachtet werden
  • Evaluation des Einführungsprozesses: Es empfiehlt, sich den Prozess der Umsetzung sehr genau zu beobachten und ggf. nachzusteuern. Häufig wird übersehen, dass Leistungsbewertungs- und Prämiensysteme einen großen Einfluss auf das in einer Organisation vorherrschende Gerechtigkeitsempfinden haben. Die falsche Bewertungsmethode oder ein nicht passendes Prämiensystem, kann zu erheblichen Störungen führen.

 

Unser Angebot

Wir unterstützen Sie bei der

  • Entwicklung passender Bewertungsindikatoren
  • Entwicklung des passenden Prämiensystems; einschließlich aller notwendigen Berechnungsmodelle
  • Schulung der verantwortlichen Führungskräfte
  • Information der Mitarbeitenden
  • Entwicklung und Verhandlung entsprechender Dienst- bzw. Betriebsvereinbarungen

 

Unsere Kompetenzen und Erfahrungen

Wir verfügen über

  • Erfahrungen im Wissenschafts- und Forschungsbereich
  • Langjährige Erfahrungen mit der Entwicklung von Leistungsbewertungs- und Prämiensystemen
  • Langjährige Erfahrungen im Bereich der Führungskräfteentwicklung zum Thema Leistungsbewertungsmethoden